Giersch – Leckeres Wildgemüse

Du kennst den Giersch (Aegopodium podagraria) eventuell nur als lästiges Unkraut. In der Küche ist er vielseitig einsetzbar und purer Genuss. In der Volksheilkunde wird er als Zipperleinskraut schon seit vielen Jahrhunderten genutzt. Bekannt ist er auch unter seinen Trivialnamen Dreiblatt, Geißfuß, Ziegenkraut, Schettele, Zaungiersch, Baumtropf.

Giersch ist einfach zu erkennen

Giersch ist ein Doldenblütler deswegen ist es wichtig, ihn verlässlich zu bestimmen, denn in der Familie der Doldenblütler gibt es einige hochgiftige Exemplare. Guck und prüfe also genau. Der Giersch ist einfach und eindeutig zu erkennen:

  • Die Blätter sind unbehaart
  • Die Blattkanten sind gezackt
  • Der Stiel ist dreieckig
  • An der Oberseite des Stengels hat der Giersch eine Art Rinne

Zum Erkennen merke dir
3x3
3 Hauptblätter
jeweils 3 Blätter and den Hauptblättern
3 dreieckiger Stiel

Giersch Austrieb

Die kleinen Gierschblätter glänzen hell und alle Blätter sind unbehaart. Wenn du ihn pflückst, siehst du am Stängel, dass er dreieckig ist und oben eine Art Rinne hat. Das hat keine andere Pflanze.

Dreieckiger Gierschstengel mir Rinne

Sein weiterer Name Geißfuß beschreibt seinen Habitus weil die Blätter dreigeteilt sind. Es gibt das Hauptblatt mit drei Blättchen und an den Seiten noch weitere Blätter, die 2-3 kleine Blättchen haben.

Giersch Blatt

Giersch als Wildgemüse

Verwenden kannst du den Giersch in rauen Mengen, denn er wächst üppig und vital. Er ist fast immer und überall verfügbar. Daher ist er eine ideale Wildpflanze, die wir in großen Mengen in unserer Küche einsetzen können. Er schmeckt als Salat, als Pesto im Quark, in der Limonade und wenn die Blätter etwas älter sind, in der Suppe, auf der Pizza, im Smoothie, im Pfannkuchen oder im Brot.

Einsatz in der Küche

Helle glänzende Blätter

Wenn die Gierschblätter noch ganz klein und hell sind und glänzen, nutze ihn überall wo du auch Petersilie einsetzt.

Dann ist er besonders lecker im Salat, Pesto oder Quark. Wenn du genug Blätter hast, eignen sie sich sogar für einen Giersch -Salat, also als Tabouleh, wie du ihn vielleicht aus der syrischen und libanesischen Küche kennst. In Säften und Smoothies ergänzt er gesund eInhaltsstoffe. Geschmacklich erinnert er an Petersilie oder Möhrengrün.

Größere dunkle Blätter

Wenn die Blätter älter sind, werden sie etwas zäher und dunkler und haben dadurch auch mehr Bitterstoffe. Das schmeckt uns dann nicht mehr ganz so toll, ist aber noch viel gesünder.

Dann nutze ihn überall, wo du sonst Spinat oder Mangold einsetzt. Er schmeckt lecker in Suppen, in der Quiche oder in der Lasagne.

Kräutertee

Giersch ist auch als Kräutertee gut zu verwenden. Eine perfekt Einsatzmöglichkeit für die älteren Blätter.

Die Gierschblüten

Die Blüten vom Giersch sind auch essbar und schmecken leicht süßlich. In einem Kräuterwasser sehen sie schön aus und aromatisieren das Wasser.

Anforderungen Boden und Licht

Giersch wächst überall, aber am liebsten im Halbschatten und nicht ganz trocken. Er vermehrt sich gerne und üppig. An den Gartenboden stellt er keine Ansprüche. In meinem trockenen Sonnengarten wächst er allerdings etwas zögerlich.

Ideal ist eine Fläche für ihn bereitzustellen, an die du mit dem Rasenmäher gelangst. Dann kannst du ihn abmähen, falls du nicht schaffst alles zu ernten. Ohne Mühe bildet der Giersch dann wieder zarten neuen Austrieb.

Inhaltsstoffe

Giersch hat, wie viele andere Wildkräuter, sehr viel mehr Vitamine und Mineralstoffe als unsere Kulturpflanzen. Er enthält viel Vitamin C, Vitamin A und Proteine, ist reich an Kalium, Magnesium, Kalzium, Mangan, Zink und Kupfer.

Giersch wird auch Zipperleinskraut genannt. Sein Name Podagraria gibt schon eine Hinweis auf seine Anwendung in der Volksheilkunde. Podagra bedeutet Gicht. Dank seiner Antioxidantien (Flavonoide) wird er in der Volksheilkunde als Rheuma- und Gichtmittel benutzt. Er wirkt mild harntreibend, entzündungshemmend und entsäuert.

Ich hoffe du kommst irgendwie an Giersch ran, denn er hat so viel Power, Energie und Lebensfreude die wir aufessen können. Giersch ist die resilienteste Pflanze die wir haben, er wächst und wächst und wächst.

Giersch – Leckeres Wildgemüse
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